geschrieben am 09. Dezember 2007 von Olaf Kerner
Wir sind Kunde der Bayrischen Landesbank mit der Miles and More VISA Card. Die radikale Kündigung aller bestehenden Verträge durch die Bayern LB ungefähr zum Jahreswechsel, und deren Vorschlag zur Annahme einer neuen Miles and More MasterCard der DKB mit schlechteren Bedingungen (jetzt MasterCard statt vorher VISA) hat mich (Olaf Kerner, GF Dynamicdrive) zum Nachdenken über die finanztechnische Optimierung sowohl meiner privaten Finanzen, als auch der Finanzen der Firma angeregt.
Bestimmte Dinge sind bei mir sowohl privat aus auch in der Firma suboptimal gelöst: Ich betreibe beispielsweise derzeit keine Altersvorsorge, und in der Firma liegen zeitweilig beträchtliche Beträge auf dem unverzinsten Girokonto, wo sie auf Verwendung z.B. für Projektkäufe warten. Das, und einiges andere soll sich ändern.
Bei der Recherche bin ich auf die QuirinBank (kostenlose Infomaterial- Anforderung: hier>) gestoßen. Diese Bank bietet z.B. auf dem Verrechnungskonto den vollen Interbanking- Zinssatz (derzeit 4,04%) . Bei der Vermögensverwaltung erhält die Bank eine Vergütung von 20% des realen Zuwachses: Wenn der Kunde nichts verdient, verdient die Bank auch nichts. Monatlich fällt zusätzlich eine Pauschale von 75EUR an. Im Gegenzug schüttet die Quirin Bank alle offenen und versteckten Provisionen (z.B. Fondvermittlung, Versicherungsvermittlung etc.) vollständig an den Kunde aus.
Weil die Bank alle Provisionen ausschüttet UND weil sie nur am Erfolg partizipiert, will die Bank ihre Empfehlungen für die Geldanlage oder Altersvorsorge etc. ausschließlich im Interesse des Kunden treffen. Die Sachbearbeiter müssen also nicht so wie woanders nutzlose Dinge verkaufen, nur weil die Provision stimmt.
Nun meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit der Quirin Bank gemacht?
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Infomaterial zur Quirinbank können Sie hier> kostenlos anfordern.
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1.
Fonds | 12.Dezember 2007 um 23:59Uhr
Gelegenheit gesehen und genutzt
. Nein im Ernst. Wenn du überlegst auf Grund von Kreditkarten zu Quirin zu wechseln, hast du glaube ich etwas falsch verstanden. Die Quirin ist kein herkömmliches Geldinstitut, sprich es gibt keine EC Karte oder Kreditkarte.
Die Aussage, dass die Bank nichts verdient, wenn du nichts verdienst ist auch nicht korrekt. Unabhängig von den Kickbacks musst die ja die bereits angesprochene Pauschale entrichten. Aufsummiert wären das jährlich 5 % bei einer Anlagesumme von 18.000 Euro. Die durchschnittlichen Renditen amerikanischer Aktien liegen so zwischen 5 und 6 % in den letzten 100 Jahren.
Natürlich würde die Rechnung nur Sinn machen, wenn du jedes Jahr den oben genannten Betrag anlegen willst. Dafür kannst du also auch bequem Fonds ohne Rabatt auf den Ausgabeaufschlag kaufen.
Quirin erfordert also schon von vornherein recht ordentliche Summen, ansonsten fressen dich die Verwaltungsvergütungen auf. Sprich ist nichts anderes als bei einer Kapital Versicherung.
Bei diesen Strukturen ist das Angebot nichts für kurzfristig oder mittelfristig orientierte Anleger. Für Firmengelder aus meiner Sicht sowieso nicht.
Sinn macht die ganze Geschichte, wenn man über entsprechend Kleingeld verfügt und dementsprechend anlegen möchte, Beispiel geschlossene Fonds. Unter dem Blickpunkt steuerfreie Renditen, macht das ganze schon wieder Sinn.
Bedenkt man die hohen Aufwendungen für geschlossene Fonds und die doch beträchtlichen Erfahrungen die diese Königsdisziplin voraussetzt, macht das Angebot der Quirin durchaus Sinn. Aber dafür brauchst du wie gesagt einen langen Atem und das nötige Kleingeld. Bedenke das geschlossene Fonds ein Teil der Depotdiversifizierung sind, nicht aber ein Basisinvestment. Also um deine Frage bezüglich der Altersvorsorge zu beantworten, ja hier kann das ganze Sinn machen. In Hinblick auf 2009 dann sowieso.
Stellt sich natürlich die Frage, ob du die Vermögensverwaltung oder die Aktienberatung wählen willst? Letztere würde ich dir aus den bereits genannten Gründen nicht empfehlen.
2. Honorarberatung für &hellip | 07.April 2008 um 10:42Uhr
[...] können sie bei der Produktauswahl aus dem Vollen schöpfen. Einer der bekanntesten Anbieter von Honorarberatungen im Anlagebereich ist die Quirin [...]
3.
Netlogger | 07.Juni 2008 um 18:29Uhr
Meine Erfahrungen mit der Quirinbank sind folgende:
Nachdem ich Interesse an deren Vermögensverwaltung geäußert hatte, hat mich umgehend ein Außendienstler aufgesucht, weil es in meiner Kleinstadt keine Filiale der Quirinbank gibt. Der Außendienstler (“Vermögensbegleiter”) hat mittels umfangreicher Fragebögen alle Deteils meiner persönlichen Finanzplanung aufgenommen. Die Zuordnung zu Risikogruppen wurde vorgenommen, Anlagestrategien wurden erörtert etc. Ich entschied mich für die Variante, dass die Quirinbank in eigener Regie meine Vermögensverwaltung übernimmt. Dafür stehen lediglich 5 Depot- Typen zur Verfügung, aus denen ich eines auswählen sollte. Ich habe mich für das “risikobereite” Multi- Asset- Depot entschieden.
Umgehend wurde mein Verrechnungskonto bei der Bank eingerichtet, und nach Geldeingang buchte der Außendienstler den vereinbarten Betrag in das Depot um. Alle paar Wochen bekomme ich jetzt Benachrichtigungen über Wertpapierkäufe, Dividendenzahlungen etc.
Die Quirinbank verdient an mir monatlich 75€ und 20% des Zuwachses des Depotwertes.
Bisher (innerhalb 1 Monat) hat mein Depot ca. um 0% zugelegt. Das ist immer nach besser, als wenn ich wonaders Wertpapiere gekauft hätte. Dann wäre die Performance meines Depots ungefähr -5%, wegen der Ausgabeaufschläge.
Einen Teil meines Geldes lasse ich auf dem Verrechnungskonto liegen, wo es mit über 4% sehr gut verzinst wird.
Zusammenfassung: Manchmal wird die Meinung geäußert, dass die Quirin- Außendienstler nicht immer die hellsten Köpfe sind (der mich betreuende Außendienstler machte seinen Job gut). Das spielt aber keine Rolle, weil diese Außendienstler offensichtlich nur Informationen sammeln und weiterleiten. Entscheident ist doch, dass die Depots von wirklichen Profis gemanagt werden.
4. Suchmaschinenmarketing- B&hellip | 24.Juni 2008 um 18:50Uhr
[...] hatte vor einigen Wochen gepostet, dass ich beim Ordnen der betrieblichen und privaten Finanzen über die Quirinbank gestolpert bin [...]
5.
Hinter den Kulissen | 09.September 2009 um 16:12Uhr
Die quirin gibt ihr Konzept immer als sehr erfolgreich aus. Allerdings wurden erst vor kurzem 20% des Personals aus Kostengründen entlassen, weil die Bank nicht genug Erträge erzielt. Da sollte man sich überlegen wie lange die quirin sich so am Markt halten kann. Wäre ja nicht das erste mal, dass ein Herr Schmidt eine Bank gegen den Baum fährt.
6.
quirinbank kunde | 02.November 2009 um 17:43Uhr
auch ich bin Kunde bei der quirin bank und sehr zufrieden und ich kann auch nicht so ganz den Kommentar von “Fonds” unterschreiben, da mir einige seiner genannten Zahlen etwas seltsam vorkommen…
Beide Systeme (Honorarberatung und das herkömmliche Bankenmodell) haben Vor- und Nachteile. Auch bei einer normalen, scheinbar kostenlosen Beratung, fallen Kosten an. Wir haben auf jeden Fall schonmal 5% des angelegten Vermögens Aufgabeaufschlag, Provisionen (gern auch manchmal 2-3%) und noch versteckte Kosten, die der “normale” Anleger gar nicht mitbekommt. Von daher kosten wahrscheinlich beide Methoden gleich. Die Frage ist nur, ob der Berater, der über seinen Produkteabverkauf verdient, die Interessen des Kunden im Blick hat….
7.
Gerd | 28.Februar 2011 um 21:20Uhr
Nichts verdient- und trotzdem Kosten.
Ich habe das Mandat gekündigt.
8.
Anleger | 26.September 2011 um 16:48Uhr
Bin seit 2009 bei der Quirin Bank, und habe in dieser Zeit, nach Abzug aller Kosten, in Summe weniger als 1% verdient.
Monatlich zu zahlen: 75€, weiters 20% vom Gewinn ==> in Summe waren das rund 3600Euro – und das war in etwa der Gewinn, der mit meinem Geld erwirtschaftet wurde.
Hätte ich das Geld während dieser Zeit mit den bescheidenen Tagesgeldzinsen angelegt, wäre ich um etwa 2500Euro besser gefahren.
Fazit: Obwohl ein Eistieg bereist ab 50.000€ möglich ist, wird aller Gewinn durch die Gebühren etc. aufgefressen. Wer einsteigen will, sollte erst ab >100.000 mitmachen.
9.
MUC | 13.Dezember 2011 um 15:50Uhr
Bin Kunde da und nicht sehr zufrieden mit der Performance 2011. Wie geht’s den Mit-Kunden hier?
10.
Olaf Kerner | 13.Dezember 2011 um 16:51Uhr
Die Performance 2011 war extrem bescheiden.
Der einzige Vorteil der Quirin Bank ist, daß das Geld eben nicht als Festgeld mit 3% p.a. rumliegt, sondern in Wertpapieren, welche einen Crash besser überstehen als Papiergeld.
11.
MUC | 14.Dezember 2011 um 09:48Uhr
Naja, die Wertpapierauswahl wird meiner Meinung nach auch immer suspekter. Im Endeffekt habe ich über die letzten 3 Jahre nicht mal die Inflation ausgeglichen. Kennt jemand alternative Vermögensverwaltungen?
12.
Olaf Kerner | 14.Dezember 2011 um 09:53Uhr
@MUC:
Es geht derzeit nicht um Gewinne, sondern um den Vermögenserhalt im Crashfall. Die Quirin Bank fährt derzeit eine extrem defensive Strategie.
Du kannst Dein Geld alternativ problemlos als Tagesgeld mit 2,75% Zinsen anlegen. Wenn die Währung crasht, ist Dein Geld aber futsch.
13.
entenpful | 25.Dezember 2011 um 17:43Uhr
Auch nichs verdienst.Im Gegenteil sogar einen kleinen Kleinwagen verloren. Verluste in der Vermögensverwaltung und im Depot trotz der Vorgabe konservativ Anlagen. Kündige zum ende des Jahres.