geschrieben am 21. November 2007 von Olaf Kerner
Eine in der “herkömmlichen” Wirtschaft uralte Welle schwappt derzeit nach Beobachtung vieler Leute ins SEO/SEM- Business: Die Key Account Manager diverser SEM/ SEO- Firmen werden nicht mehr nach fachlichen Kriterien ausgewählt, sondern nach dem Aussehen.
Die “Head of Sales”- Manager senden immer öfter weibliche Verkäufer mit Modelmaßen zum Kundengespräch mit männlichen Kunden, oder nehmen diese als schmückendes Beiwerk mit.
Ähnliche Erscheinungen wurden verstärkt auf Messen beobachtet: Auf dem Oberkörper lediglich mit einer Farbschicht versehenene Hostessen verteilen Prospekte und andere Werbemittel. Auf mindestens einem Messestand der OMD 2007 konnten die Besucher beim Painting der Messehostessen zusehen.
Diese Art der Kundenwerbung trifft oftmals voll ins Schwarze. Und offensichtlich haben die Macher, welche die Aufträge umsetzen, nicht mehr Fachkenntnis als ihre Promotiongirls. Anders können wir uns die Anfängerfehler, welche führenden Internet- Unternehmen mit starker Messepräsenz derzeit unterlaufen, nicht erklären. Dinge wie z.B. das Vergessen der meta keywords und meta description und Wahl eines sinnfreien titles beim kürzlichen Relaunch der Homepage einer Bank zeugen von recht wenig Sachkenntnis. Solche Sachen berücksichtigt jede Facharbeiterin für Pflanzenproduktion, die in einem vom Arbeitsamt bezahlten Kurs zur Webdesignerin umgeschult wurde. Manche supertolle Agentur schafft das nicht…
Mit schlanken Marketing Managerinnen mit 1,80m Größe und Körbchengröße D kann die Dynamicdrive GmbH & Co. KG nicht dienen. Bei den wenigen Gesprächen mit Kunden (=Banken) versuchen wir, durch Sachkenntnis und Kompetenz zu überzeugen.
Aber vielleicht wird das demnächst anders: Wir führen zum Ende der Woche eine Reihe von Vorstellungsgesprächen. Auch am Wochenende, weil mancher ungekündigte Bewerber sich unauffällig nach einer neuen Herausforderung umsehen möchte.
Für uns ist klar: Fachliche Qualifikation zählt am meisten. Aber, rein theoretisch betrachtet: Wie sollen wir uns verhalten, wenn 2 fachlich gleichwertige Bewerberinnen den Job wirklich haben möchten, von denen eine über Modelmaße verfügt, und die andere nicht? Wird eine Angestellte mit Modelmaßen unsere wenigen männlichen Mitarbeiter durcheinanderbringen? Oder wird diese 90-60-90- Angestellte uns zu Höchstleistungen ermuntern? Fragen über Fragen, die wir uns aber erst dann ernsthaft stellen, wenn es konkret notwendig ist
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Artikel gespeichert unter: Dies und das,Suchmaschinenmarketing,Wirtschaft und Finanzen

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Ihr Kommentar1. Haushaltsgeld | 23.November 2007 um 14:55
Bei den Orten an denen sich Singles kennenlernen steht der Arbeitsplatz auf Platz 3, hab ich neulich gelesen. Vielleicht machst du’s einfach davon abhängig…
…vorrausgesetzt du suchst noch!
2. Olaf Kerner | 23.November 2007 um 17:58
“…vorrausgesetzt du suchst noch!”
Ich suche noch eine Bankkauffrau, welche entsprechend ihrer Ausbildung eingesetzt wird (nicht als Privatsekretärin *g*).
Morgen habe ich das vorerst letzte Gespräch mit einer Bewerberin, welche ich dann bei Eignung vom bisherigen Arbeitgeber Sparkasse abwerben werde
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Wir bisher insgesamt 3 männliche Angestellte in der Firma sind übrigens alle in festen weiblichen Händen.
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