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Ärger mit der American Express Gold- Eine Hand bei American Express weiß nicht, was die andere tut

geschrieben am 02. März 2008 von Olaf Kerner

Als Firmenkreditkarte hat Dynamicdrive u.a. eine miles-and-more VISA Card. Weil wir alle Online- Werbeaktivitäten (z.B. Adwords) mit dieser Karte bezahlen, sammeln sich jeden Monat einige Bonusmeilen an. Diese reichen aus, um alle dienstlichen Flüge kostenlos (mit Ausnahme der Steuern und Gebühren) zu erhalten.

Anläßlich der Umstellung der miles-and-more- Kreditkarte von VISA auf MasterCard haben wir intensiv recherchiert, ob es Alternativen zu dieser Kreditkarte gibt. Wichtig ist uns ein attraktives Bonussystem für unsere hohen Umsätze.

Bei der neu aufgelegten American Express Gold Card Business sind wir fündig geworden: Kein vorgegebenes Ausgabenlimit, und ein attraktives Bonusprogramm mit Boni in Form von Freifügen, Gutscheinen etc. American Express zahlt für die Boni sogar pauschalisierte Einkommenssteuer an das zuständige Betriebsfinanzamt, so dass die Boni auch privat steuerfrei genutzt werden können. Die Jahresgebühr von über 100 Euro stört dann nur noch wenig.

Die American Express Gold Card Business war schnell bestellt. Vor Auslieferung erhielten wir einen freundlichen Anruf der Kundenbetreuung, in dem u. a. auch das Thema “monatlicher Verfügungsrahmen” angesprochen wurde. Nach Auskunft der Dame der Kundenbetreuung würde die Gold Card kein Limit haben, aber aus Sicherheitsgründen sollte eine Obergrenze gesetzt werden, welche telefonisch auf 30.000€ eingestellt wurde.

Nachdem die Karte zugestellt wurde, haben wir deren Daten in ein paar unserer Adwords- Accounts eingetragen, um möglichst schnell Umsätze zu machen. Schließlich gibt es aus dem Bonusprogramm für z.B. ca. 7500 Bonuspunkte (=7500€ Umsatz) je einen 50€ Douglas- Gutschein, und dafür haben wir mehr als genug Abnehmer ;-) .

Jetzt kommt das interessante: Nach Erreichen von ca. 10.000€ Umsatz wurden weitere Zahlungen mit der Karte abgelehnt (obwohl ein Limit von 30.000 € vereinbart wurde). Zum Glück sprang unsere Sicherungskreditkarte ein, so dass die Adwords- Anzeigen unterbrechungsfrei ausgeliefert wurden.

Nach Auskunft der Kundenbetreuung läßt die Bonität der Dynamicdrive GmbH & Co. KG am Anfang nur ein Limit von monatlich 10.000€ zu. Angesprochen auf die laut Werbung komplett limitfreie Karte, und das mit der Kundenbetreuung vereinbarte Limit von 30.000€ wurde uns mitgeteilt, dass wir nach ein paar Monaten korrekter Nutzung der Karte dieses Limit auf Antrag erhalten können, aber nicht am Anfang.

Die American Express Bank ist damit innerhalb unseres firmeninternen Qualitätssicherungssystemes in die Lieferanten- Kategorie 3 gerutscht: Einseitige mitteilungslose Änderung vereinbarter Bedingungen entsprechen nicht unseren Vorstellungen von einem seriösen Lieferanten. Wir werden überlegen, ob wir Kunde bleiben, und bis dahin unsere miles-and-more- Karte einsetzen.

Wir sind übrigens Vertriebspartner u.a. für die private American Express Gold Card u.a. in Deutschland.
Alle von uns beworbenen Produkte müssen der Anforderung genügen, dass wir diese auch dem besten Freund empfehlen würden. Wir möchten einfach keinen Müll vermarkten, und morgens noch in den Spiegel schauen können.

Die American Express Cards sind dabei ein Grenzfall:
Auf der einen Seite stehen das oben geschilderte Durcheinander, die hohe Jahresgebühr und die in Deutschland im Vergleich zu VISA und MasterCard eingeschränkte Akzeptanz.
Auf der anderen Seite stehen die umfangreichen enthaltenen Versicherungsleistungen und das einmalige Bonusprogramm.
Wegen des Bonusprogrammes fällt die Entscheidung knapp zugunsten der American Express Gold Card aus: Wer viel mit der Karte umsetzt, erhält Freiflüge und Sachgeschenke.

Bei Bestellung über unsere landing pages (z.B. hier>> ) entfällt im Gegensatz zur Bestellung direkt bei americanexpress.de im ersten Jahr die Jahresgebühr, und 3000 Bonuspunkte sind schon aufgebucht. Diese Bonuspunkte reichen z.B. für einen 25€- Gutschein von Maredo oder Douglas.

Artikel gespeichert unter: Wirtschaft und Finanzen

bisher 3 Kommentare
  • 1. Gewinneinbruch bei Americ&hellip  |  22.Juli 2008 um 09:46Uhr

    [...] etwa der Black Card nicht entziehen kann. Wobei man ja bereits in ersten Blog lesen kann, dass bei American Express eine Hand nicht weiß, was die andere tut, und man so bonitätsstarke Kunden [...]

  • 2. Jan  |  15.August 2008 um 13:37Uhr

    Von Privatkundenseite höre ich nun schon seit Jahren nichts anderes als Beschwerden. Wenn AmEx jetzt auch mit seinen Geschäftskunden so umspringt sehe ich da keine große Zukunft mehr. Ein nettes Bonusprogramm macht dann eben doch nicht alles wett.

  • 3. Mittelstedt  |  20.Februar 2009 um 13:50Uhr

    Wir nehmen seit 2 Jahren an der Corporate Business Card Vereinbarung teil. Damals wurden für Firmenmitarbeiter unverständlicher Weise nur Amex Gold Cards herausgegeben. Nun sind in der Corporate Gold Card Vereinbarung Reisegepäckversicherungsleistunge enthalten. Einem Kollegen wurde in Italien der Wagen aufgebochen und Wertsachen gestohlen. Nach Rückstprache mit der Versicherung Axa wurde auf die Vereinabarung der Gold Card hingewiesen, die keine Reisegepäckversicherung beinhalten.
    Fazit: Bei Amex bekommen wir über den schlechten Kundenservice keine befriedigende Auskunft. So wie es aussieht, berufen die sich auch auf den Gold Card Status ohne dies zu begründen, obwohl seinerzeit eine Corporate Vereinbarung getroffen wurde. Hat jemand eine Idee, wie man um den schlechten, sicherlich ausgesourcten Kundendienst herumkommt? Die Hotline scheint zum selben “Kundendienst” zu gehören.