geschrieben am 16. Mai 2008 von Olaf Kerner
Nachdem wir uns im Blog schon an anderer Stelle gefragt hatten, ob das Web 2.0 (die User generieren Seiteninhalte und die Betreiber der Seiten verdienen damit Geld) tot ist, haben wir heute die Alexa- Statistiken verschiedener Web2.0- Projekte gecheckt:
1. lokale Suche- Communities
lokalisten.de hat sich am Markt behauptet. Die ganzen Nachahmer sind schon tot (townster.de, meinnachbar.net), bzw. fast tot.
Nach außen hin tapfer hält sich townkings.de. Ein Blick auf den Alexa- Chart zeigt, dass das Projekt fast tot ist. In der Abbildung werden die Zugriffszahlen von Townkings mit denen unserer Seite kerner.de verglichen:

kerner.de als Nachrichtenseite dümpelt auf niedrigem Niveau vor sich her (unique visitors täglich ca. 1500). Townkings hat laut Alexa- Chart derzeit nicht mal die Hälfte davon.
2. Communities oder Internetseiten für eine eng begrenzte Zielgruppe
Seiten wie paulsmama.de, bondea.de und auch mymuesli.com (ob letztes eine Web 2.0- Anwendung ist, darüber läßt sich streiten) sprechen jeweils eine begrenzte Zielgruppe an: Mütter, Müsliesser etc.
Die Erstellung solcher Seiten ist einfach geworden, weil die notwendige Software und Servertechnik als Standard verfügbar ist.
Eine Idee, wie Besucher UND GEWINNE generiert werden können, ist trotzdem notwendig. Ohne Konzept, wie Geld verdient werden kann, nützt auch die vollmundigste Werbekampagne nichts.
Und so haben sich bondea.de und paulsmama.de und hunderte andere ähnliche Projekte bereits wieder von den anfänglichen bescheidenen Besucherzahlen verabschiedet. Interessant ist die Statistik der Müsliseite:

Immerhin hat mymuesli.com etwas mehr Besucher als kerner.de. Immerhin gibt es eine Idee, wie Geld verdient werden soll, nämlich mit der Lieferung von individuell zusammengestelltem Müsli zu Apothekerpreisen.
Unsere Meinung vom Web 2.0: Die Projekte, bei denen von vornherein beachtet und mathematisch modelliert wurde, wie Besucherzahlen und Gewinne erziehlt werden können, haben eine Chance zum Überleben. Die ganzen Spaßprojekte werden sich verabschieden.
Aufgefallen ist uns, dass als Domainnamen für Web 2.0- Projekte fast ausnahmslos Kunstnamen verwendet werden (frazr, fragr, gofriends, bondea etc.). Besser wäre aus unserer Sicht, einen passenden beschreibenden Domainname anzukaufen. Damit wirkt das Projekt aus Sicht der Anwender einfach seriöser.
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1.
Sebastian | 22.Mai 2008 um 02:02Uhr
Ohjeee… wieder voll die Milchmädchen-Vergleiche. Dein Alexachart ist nur deshalb so “hoch”, weil Du ein paar Besucher durch Deine Blogspam-Aktionen kriegst und die haben halt ‘ne Toolbar.
Zum Vergleich. Die Charts von Internetszene.de und naanoo.com sehen ähnlich aus.
IZ hat 1.000 Visits… Naanoo > 50 k täglich .. Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
2.
Olaf Kerner | 22.Mai 2008 um 10:00Uhr
Aber Bastii… Ich habe bewusst eine Seite gewaehlt, welche ihre Besucher zu 99,9% aus den organischen SERP´s erhaelt. Ueber z.B. Links in Blog- Kommentaren kommen am Tag vielleicht 2 Besucher. Das verfaelscht die Alexa- Charts nach meiner Rechnung nicht signifikant.
Bei Deiner Internetszene.de sind fast nur Webmaster, und sehr viele davon mit Alexa- Toolbar.