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(Frage an die Leser vom Suchmaschinenmarketing- Blog): Internetseiten mit Angeboten zum Mixen von Kaffee, Tee, Cornflakes, Müsli etc.: Top oder Flop?

geschrieben am 19. Juli 2008 von Olaf Kerner

Spreadshirt hat es vorgemacht, MyMuesli hat nachgezogen, und einige weitere Nachahmer sind auf den Zug aufgesprungen: MyCornflakes, allmytea, Sonntagmorgen etc. Derzeit ist es “in”, auf speziell dafür eingerichteten Internetseiten kundenspezifische Nahrungsmittel oder Gebrauchsgüter anzubieten. Der Kunde kann sich dort sein Müsli, seine Cornflakes, seinen Kaffee und seinen Tee etc. selber mixen und zu meist höheren Preisen (auch wegen Versandkosten) als im Fachgeschäft nach hause liefern lassen.

Auch Kreditkarten (unser Geschäft) sind mittlerweile (meist gegen Aufpreis) als Picturecard mit Foto von den (hoffentlich) eigenen Kindern oder dem Dackel erhältlich.

Ich persönlich habe das Geschäftsmodell der Essen- Mix- Seiten noch nie für tragfähig genug gehalten und denke, dass die Zielgruppe der dauerhaften Mixer von Müsli, Cornflakes, Kaffee oder Tee einfach zu klein ist, um von den Gewinnen je Internetportal mindestens 2-3 Vollzeit- Angestellte zu ernähren. Nach ein wenig Rechnen vermute ich, dass das Mix-. Geschäft nur als Zusatz zu einem bestehenden Internetversand Zukunft haben könnte. Also z.B. bei einem exclusiven Vollsortiment- Kaffeeversender, welcher zusätzlich beliebig gemixten Kaffee anbietet.

Wenn ich diese Meinung gegenüber z.B. dem Gründer von allmytea.com mytea.de mytee.de tea.de tee.de allmytea.de darlege, dann stoße ich auf Unverständnis, sinngemäß: Mir würde Sachkenntnis von der Materie fehlen, ich motze nur rum und sollte einfach den Mund halten und mich höchstens zu den Dingen äußern, auf deren Gebieten ich Ahnung habe.

Deshalb meine Frage an die Blogleser: Wie beurteilt Ihr die Zukunftsaussichten der Essenmix- Seiten und der anderen Internetportale, welche ausschließlich kundenspezifische Gebrauchsartikel anbieten? Bin ich etwa der einzige, der deren Zukunftsaussichten nicht rosig beurteilt? Bei thematisch passenden Antworten lasse ich ausnahmsweise jeden Werbenickname incl. Werbelink stehen

Bitte führt als Beweis für das Funktionieren des Geschäftsmodelles nicht Spreadshirt an. Bei Spreadshirt erhält das Produkt (T- Shirt als Kleidungsstück) eine zusätzliche völlig neue Funktion (Werbeträger), welche den Aufpreis gegenüber einem Standard- Markenshirt gerechtfertigt. Spreadshirt würde niemals auf die Idee kommen, z.B. individuell konfigurierbare Ärmellängen für seine T- Shirts anzubieten.

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bisher 2 Kommentare
  • 1. Heiko [HVBX]  |  20.Juli 2008 um 13:14Uhr

    Grundsätzlich sehe ich die Richtung gut! Denn es beschränkt sich lange nicht nur “Essenmix-Angebote” wie mein Artikel dazu zeigt:
    http://blogger.hvbx.de/lorem-ipsum/tshirts-briefmarken-tapeten-und-co-selbst-gestalten.html

    Als Kunde habe ich solche Services schon des öfteren in Anspruch genommen, und denke auch dass die Zukunft noch viel mehr Anbieter dieser Art hervorbringen wird

    Warum sollte ich bei einer Hose nur zwischen einigen Farben auswählen können, wenn wir technisch und organisatorisch schon sehr viel mehr leisten können?

    Ob sich das Modell dauerhaft hält liegt letztendlich am Betreiber. Oft sind personalisierte Artikel halt noch merklich teurer und es gibt nach ein paar eigenen Kreationen keine Abwechslung mehr. Doch am Beispiel von Spreadshirt sieht man sehr gut, dass Preise sich angleichen können und auch immer wieder für Abwechslung gesorgt werden kann.

  • 2. Till Achinger, Sonntagmorgen  |  28.Juli 2008 um 16:39Uhr

    Du bist nicht der einzige, der sich kritisch mit dem Geschäftsmodell “Mass Customized Food” macht. Das tun sogar die, die es betreiben – manche zumindest. Es gilt, über den anfänglichen Gag des Selbermachens hinauszudenken und Erfahrungen aus der Individualfertigung in die Gestaltung vorgefertigter Produkte zu übernehmen. Wir haben das recht früh verfolgt, und mittlerweile gibt es auch Müsli-”Specials”. Mail mich gerne mal an für eine weitere Diskussion. Grüße, Till