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Domain shopping.de verkauft. Teuerster .de- Domainverkauf aller Zeiten

geschrieben am 21. Februar 2008 von Olaf Kerner

Andreas Malek (Geschäftsführer der Softwareschmiede Cosoba in Darmstadt) hatte sich vor ungefähr 5 Jahren vergleichsweise günstig mit Domainnamen eingedeckt. Vor wenigen Tagen ging der Verkauf von Shopping.de über die Bühne. Der Verkaufspreis lag deutlich über den anfänglich anvisierten 1,5 Mio. €. Glücklicher Käufer ist die Unister GmbH aus Leipzig. Eine offizielle Pressemitteilung wird sicherlich noch folgen.

Diese Summe ist der mir bekannte teuerste Verkauf einer .de- Domain. Dagegen verblassen selbst solche Deals wie der Kauf der Domain reifen.de durch Harry H. aus Ö. vor ein paar Jahren, und der nahezu postwendende Wiederverkauf für 200.000 € an den Online- Reifenhändler Delticom.

Angelockt von solchen Erfolgen ist eine neue Untergruppe der Spezies “Mensch” entstanden: Der gemeine Domaingrabber.
Diese Leute kaufen und registrieren alle nur irgendwie sinnvollen Domains (welche frei von Rechten Dritter wie z.B. Markenrechten sind) mit dem Ziel, diese irgendwann zum Projekt zu entwickeln oder teuer zu verkaufen bzw. zu tauschen.
Dazu zählen ein Herr aus G. mit knapp 300.000 (!) Domains, ebenso wie die Youtube- Gründer. Mehr als 1000 Domains im Portfolio zu haben, zählt schon fast zum guten Ton einer Online Marketing Agentur.

Uns (erst seit 2004 als Firma aktiv) bleibt nur übrig, das Web nach freigewordenen und freien Domains zu durchkämmen und die eine oder andere Domain zuzukaufen. Kürzlich fanden z.B. die domains yess.de und fakts.de (Kunstwörter) und aktstudie.com /niltal.com (generische Domains) den Weg in unseren Domainkeller. Die allermeisten dieser Domains werden die Internetsurfer demnächst als entwickeltes Projekt wiederfinden.

Update vom 26.02.2008:
Der Verkauf von shopping.de wurde inzwischen durch eine Pressemitteilung von Sedo bestätigt. In der Pressemitteilung steht auch: “Die öffentliche Diskussion über einen Verkaufspreis von 1,5 Millionen Euro ist nicht korrekt.”.

An alle, die die Nachricht (welche zuerst bei uns gebloggt wurde) von uns abgeschrieben haben, und einen Kaufpreis von 1,5Mio. erwähnt haben: Bitte schreibt das nächste mal richtig ab. Bei uns steht: “Der Verkaufspreis lag deutlich über den anfänglich anvisierten 1,5 Mio. €”.

Wie hoch der Kaufpreis tatsächlich lag, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben.

Artikel gespeichert unter: Dies und das,Suchmaschinenmarketing,Wirtschaft und Finanzen

bisher 10 Kommentare
  • 1. Roy  |  21.Februar 2008 um 18:52Uhr

    Ich finde dieses Domaingrabbing scheisse.

    Sorry für den Audruck, aber wenn man erst einmal ein Projekt durchziehen will, seine letzten paar Moneten zusammenkratzt und dann feststellen muss, dass die einzig sinnvollen Domains für die eigene Dienstleistung oder das Produkt das man bietet von irgendeinem geldgeilen Idioten gesichert worden ist um irgendwie nur ja an einem anderen Projekt zu finanziell zu partizipieren ohne dabei auch nur selbst das eigene Gehirn anstrengen zu müssen, dann ist das schlichtweg asozial.

    Kenne selbst solche Leute, sie sind idR alle vom gleichen Schlag. Träumen vom großen Geld, aber zum selber machen fehlt es meist an der nötigen Courage.

    Ich halte selbst noch zwei Domainnamen, auf denen ich Projekte umsetzen wollte.

    Dein Bericht erinnert mich nochmals daran diese sofort freizugeben, wenn man nicht wirklich etwas auf absehbare Zeit hin umsetzen möchte.

    Ich denke, wenn jemand mehr als 30 unterschiedliche Domains hortet, dann ist das nur fraglich.

  • 2. Basic Thinking Blog | Dom&hellip  |  21.Februar 2008 um 21:29Uhr

    [...] DynamicDrive berichtet davon, dass die Domain Shopping.de für mehr als 1.5 Mio Euronen an Unister gegangen ist. Ok, ein hoher Preis, aber Unister ist jemand, der sich das durchaus leisten kann. [...]

  • 3. shopping.de: Teuerster Do&hellip  |  21.Februar 2008 um 22:15Uhr

    [...] missbräuchliche Registrierung einer größeren Anzahl von Internet-Domainnamen. Domain shopping.de verkauft. Teuerster .de- Domainverkauf aller Zeiten Andreas Malek (Geschäftsführer der Softwareschmiede Cosoba in Darmstadt) hatte sich vor [...]

  • 4. Shopping.de ist verkauft &hellip  |  22.Februar 2008 um 10:14Uhr

    [...] € sind es dann doch nicht geworden, aber Shopping.de ist laut DynamicDrive für 1.500.000 € an unister gegangen. shopping.de wird auch schon gleich auf die eigene [...]

  • 5. Olaf Kerner  |  22.Februar 2008 um 10:37Uhr

    @Roy: ***Ich denke, wenn jemand mehr als 30 unterschiedliche Domains hortet, dann ist das nur fraglich.***

    30 Domains sind für eine Online- Firma oft viel zu wenig. Ein solches Unternehmen muss vorausschauend denken, und alle nur möglichen Domainnamen Ihres Interessengebietes reservieren, damit für zukünftige Projekte immer passende Domains auf Lager sind. Da geht es auch um Dinge wie Sicherung der Arbeitsplätze der Angestellten.

    Die Registrierung einer .de- Domain ist nicht so teuer, wie viele denken: Gerüchteweise zahlen DENIC- Mitglieder pro .de- Domain einmalig 1€Setup, und dann jährlich 1,92€. 1000 Domains kosten also (abgesehen von den Setup- Kosten) jährlich gerade mal 1920€.

  • 6. 1.500.000 Euro für e&hellip  |  23.Februar 2008 um 13:57Uhr

    [...] lese ich im Blog von DynamicDrive.de, dass die Domain „Shopping.de“ gerade für ein kleines Entgelt an die Unister GmbH verkauft [...]

  • 7. Raimund Popp  |  28.Februar 2008 um 12:20Uhr

    wenn man einen sinnvollen namen sucht, dann stellt man fest dass fast 95 % aller Namensvariationen vergeben sind an blanko-Seiten.

  • 8. info  |  06.März 2008 um 19:03Uhr

    ..Spannend!

    Für alle domains, die irgendein apotheke, apo, o-ä. im namen führen gilt ähnliches. Da haben ein paasr Spassvögel alles gegrabbt und wollen jetzt an das dicke Geld!

    Pech.., nicht jeder zahlt 1,5 MIo für so nen Quatsch!

  • 9. Dirk  |  18.März 2008 um 04:44Uhr

    Unister ist schon sparsam beim Kauf, ich hatte auch schon das Vergnügen das Unternehmen als Interessent zu haben, meine mittlere sechsstellige Summe wollte man aber nicht ausgeben und ich lieber noch 1-2 Jahre warten als auf die Hälfte zu verzichten. Definitiv hat Unister traumhafte Domains im Portfolio, es wird immer schwieriger 1A Domains am Markt zu erwerben. Alles langsam in Endkundenhand.

  • 10. Olaf Kerner  |  18.März 2008 um 08:12Uhr

    @Dirk:
    Ich stelle immer mehr fest, dass ich im Domainbereich einiges falsch gemacht habe. Für neue Projekte fehlen mir einfach die passenden Domiannamen.

    In meinen Anfagszeiten (bis 2003), als noch einige Domains frei waren, hätte ich kaufen sollen was mein (damals privater) Geldbeutel hergibt.
    Jetzt habe ich nur noch die Möglichkeit, die eine oder andere Domain einzukaufen, bzw. alle generischen Domainnamen ununterbrochen abzufragen und wenn etwas frei wird, in der nächsten Millisekunde zuzugreifen.