geschrieben am 26. Oktober 2008 von Olaf Kerner
Um bestehende Kunden zu halten, lassen sich manche Firmen mehr einfallen, und andere weniger: Als Bestandskunde wird man oft weniger umworben als ein Neukunde, welcher mit Rabatten etc. angelockt wird. Und wenn ein Bestandskunde kündigt, wird oft lediglich nach dem Grund der Kündigung gefragt, und das war’s.
In letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie sehr manche Vertragspartner an uns als Kunde interessiert sind:
1. miles and more
Wir bezahlen einen Großteil unserer Adwords- Rechnungen mit miles and more- MasterCard. Die dabei gesammelten Bonusmeilen haben wir sowieso immer in Freiflüge oder PC- Technik eingelöst (Laptop, 32″- TFT etc.). Trotzdem hat uns miles and more kürzlich außer der Reihe als Dankeschön ein Jahresabo für den Focus spendiert, welches ohne Verpflichtungen nach 12 Monaten automatisch endet.
2. American Express
American Express hatte unserer (in der Werbung limitfreien) Gold Card Business trotz anderer mündlicher Vereinbarung lediglich einen Verfügungsrahmen von 10.000€ eingeräumt. Wir wollten die Karte bei Adwords einsetzen, um die Boni des Amex- Bonusprogrammes abzustauben. Nachdem wir die Karte nach wenigen Monaten wieder gekündigt hatten (und nachdem wir gezeigt hatten, dass wir tatsächlich hohe Ümsätze damit machen können), wurde Dynamicdrive zur Chefsache bei American Express: Herr Decker (CEO von Amex Deutschland) hat mich abends angerufen, und nach dem Anruf die Karte reanimiert und mein gewünschtes Limit eingestellt.
Jetzt setzen wir zum Bezahlen der Adwords- Rechnungen nur noch die Amex- Karte ein, weil wegen der Rechnungsstellung frühestens am 15. des Folgemonats (im Gegensatz zu m&m, welche bereits am Monatsende abgebucht haben) die Liquidität auf dem Firmenkonto drastisch steigt: Die Amex- Abrechnung wird erst vom Konto abgebucht, nachdem ein Großteil der Provisionen für Verkäufe des Vormonats auf dem Konto eingetroffen ist. m&m hat bereits am Monatsende abgebucht, bevor die ersten Provisionsabrechnungen eingetroffen waren. Wir mussten deshalb eine erhebliche Menge Geld auf dem Konto stehen lassen, damit m&m abbuchen konnte. Dieses Geld liegt jetzt auf einem Tagesgeldkonto.
3. GMX
Dynamicdrive hat schon immer 2 GMX- Accounts (einen kostenpflichtigen Topmail- Account für monatlich 5€, und einen weiteren kostenlosen Account), weil wir in den dazugehörigen Mediacentern Datenbackups abgelegt haben.
Den kostenpflichtigen Account hatte ich jetzt gekündigt, weil wir das dazugehörige Mediacenter nicht mehr als Backup- Laufwerk benötigen (dazu dienen mittlerweile 2 eigene Server). GMX hat mir umgehend ein kostenloses Jahresabo mit Auswahl mehrerer Zeitschriften angeboten, wenn ich mindestens 1 Jahr Topmail- Kunde bleibe. Nach kurzer Rechnung war die Sache für mich klar: Ich lese eine weitere Zeitschrift 1 Jahr kostenlos und ohne Verpflichtungen. Der voll bezahlte Abo- Preis der Zeitschrift wäre höher als der Preis für GMX Promail. Und wir nutzen die 100 monatlichen FreeSMS des Topmail- Tarifes mit für unsere SMS- Sender und sparen demzufolge monatlich den Einkauf von 100 hochwertigen SMS mit einstellbarer Absenderkennung und direkter Übergabe an die Netzbetreiber (Preis pro SMS mindestens 4 Cent)…
Im kostenfreien Tarif unterbreitet mir GMX seit 2 Jahren ohne Unterbrechung Angebote für kostenlose Testzeiträume der Profitarife. Zuerst 6 Monate, dann 3 Monate, dann wieder 6 Monate etc. Aktuell haben wir GMX Topmail incl. einer Zeitschrift für 3 Monate kostenlos. Dynamicdrive zahlt also seit 2 Jahren keinen Cent für diesen GMX- Account, und hat seitdem immer (von wenigen Tagen abgesehen) einen Profi- Tarif. Die enthaltenen kostenlosen SMS verballern wir natürlich auch hier über unsere SMS- Sender
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Dynamicdrive selbst wirbt weder Neukunden noch Bestandskunden, weil Dynamicdrive (von absoluten Ausnahmen abgesehen) keine Neukundenaufträge mehr annimmt. Im Gegensatz zu z.B. 2005, wo wir z.B. noch jeden Auftrag zur Betreuung von Adwords- Kampagnen angenommen haben, arbeiten wir fast nur noch für uns selber…
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