geschrieben am 15. Februar 2009 von Olaf Kerner
2009 wird das Jahr des Zusammenbruches von 98% der Web2.0- Projekte. In diesen Zeiten der Krise gibt kein Geldgeber auch nur 1€ für sinnfreie Webprojekte mehr aus. Wessen Projekt kein eigenes Geld verdient und wer auch keinen reichen Papa hat (oder wer nicht einen auf Langzeitstudent macht, bei der Mama wohnt und kostenlos Ressourcen an der Uni nutzen kann), muss wieder richtig arbeiten gehen.
Wir verfolgen die Entwicklung einer ganzen Reihe von Projekten. Hier 4 Beispiele (relative Zugriffszahlen laut Alexa):
Zum Vergleich ist unsere Seite kerner.de mit täglich ca. 2000-4000 Besuchern aufgeführt, welche hinsichtlich der Besucherzahl die 4 Beispielseiten schlägt.
Was haben diese 4 Projekte gemeinsam? Richtig, ein “my” im Projektname!
Statt einen sinnvollen Domainname wie z.B. Parfüm.de zu wählen, behalf man sich beispielsweise mit myparfuem.de. Das geht gar nicht:
-englischer und deutscher Begriff gekoppelt
-Schreibfehler im deutschen Begriff
Noch schlimmer ist der Begriff allmytea.de . Für Tee.de hat das Geld nicht gereicht, und mytea.de war auch schon vergeben. Also wurde der Projektname allmytea.de. Wenn dieser Name ebenfalls schon vergeben gewesen wäre, würde das Projekt jetzt vielleicht allmytea-24.de heißen. Oder allmyteaR.de
Ich behaupte: Ein Projekt ohne sinnvollen Domainname hat nur im Ausnahmefall Aussicht auf Erfolg. Der Name StudiVZ mag noch originell rübergekommen sein. Irgendwann aber nimmt niemand neue Wortmonster mehr ernst.
Die generelle Tendenz gibt mir recht: Fast alle Projekte mit Projektnamen der 3. Wahl sind mittlerweile tot oder fast tot.
Ich habe gesehen, dass einige Macher von Projekten (auffällig viele BWL- Absolventen) versucht haben, ihr Projekt auf Barcamps und anderen typischen Web2.0- Veranstaltungen bekannt zu machen.
Das Bewerben von Projekten auf Barcamps, Webmontagen etc. ist aus meiner Sicht ein so dermaßen leicht erkennbarer Fehler, dass mich wundert, dass vor mir noch niemand diese Aussage so klar gemacht hat:
-Der Werbeeffekt ist 0, weil die “Welt da draußen” außerhalb des Internets nicht erreicht wird! Niemand außer einer Minderheit weiß, was ein Barcamp oder Webmontag ist! Die da draußen sind diejenigen, die einem Projekt Umsatz bringen!
-Für die Präsentation auf Barcamps, Web2.0- Sessions etc. und dessen Vorbereitung, Anreise etc. wird Zeit vergeudet, welche nicht für die eigentliche Projektarbeit zur Verfügung steht.
Die Teilnahme an Web- Sessions, Barcamps etc. bringt demzufolge nicht nur nichts, sondern schadet dem Projekt massiv, weil Projektarbeit liegenbleibt!
Die Macher von Townkings.de z.B. waren auf Veranstaltungen omnipräsent. Jetzt funktioniert nicht mal mehr der Link zum Impressum auf der Townkings- Homepage…
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1.
Yannick | 16.Februar 2009 um 01:15Uhr
Sorry, aber wenn ich sehe, dass man hier versucht den Erfolg eines Startups an den Alexa-Zahlen zu messen .. weiß ich nicht so recht, ob ich lachen oder weinen soll
Vielleicht sollte es auch “komisch” sein.. wenn nicht, war es das trotzdem. Unfreiwillig.
2.
Olaf Kerner | 16.Februar 2009 um 08:58Uhr
Alexa zeigt recht gut die Relationen der Besucherzahlen. Wenn ich ein Projekt mit bekannter Besucherzahl habe, kann ich mittels Alexa die Besucherzahl anderer Projekte ungefähr schätzen.
Natürlich weiß ich, dass Projekte mit hoher Anzahl von Webmastern unter den Besuchern bei Alexa hohe Zahlen zur Folge haben.
Deshalb habe ich für den Vergleich mit Absicht ein Projekt mit mir bekannten Zugriffszahlen genommen, welches über extrem wenige Webmaster unter den Besuchern verfügt.
kerner.de hat täglich 2000-4000 Besucher. Die anderen 4 Projekte im Vergleich haben laut Alexa weniger Besucher. Und dass, obwohl viele Webmaster unter den Besuchern sind, und damit die Projekte bei Alexa stärker gewichtet werden.
Ich kann aus Alexa schlussfolgern:
Die anderen 4 Projekte haben deutlich geringere Besucherzahlen als kerner.de.
Wer eines der 4 Projekte als erfolgreiches Startup bezeichnet, ist wegen deren geringer Besucheranzahl ein Dampfplauderer.
Oder habe ich hier einen Denkfehler?
3. Suchmaschinenmarketing- B&hellip | 29.September 2009 um 10:27Uhr
[...] hatte vor einiger Zeit die These aufgestellt, daß die Überlebenswahrscheinlichkeit von Startups umgekehrt proportional zu ihrer Präsenz auf [...]