geschrieben am 01. März 2010 von Olaf Kerner

Letzten Donnerstag hatte ich auf einer unserer Seiten die Neteller- MasterCard beworben. Daraufhin hatte sich ein Kollege von MediusCard bei mir gemeldet und gemeint, daß die Neteller- MasterCard nicht in Deutschland beworben werden darf. Daraufhin habe ich das Produkt vorerst von der betroffenen Seite geworfen.
Mittlerweile lichtet sich der rechtliche Dschungel um das Produkt. Eine letzte wichtige Info erhalte ich voraussichtlich heute. Danach starten voraussichtlich wir die flächendeckende Bewerbung des Neteller- Kontos auf unseren Internetseiten.
Nebeneffekt der Neteller- Geschichte: Die diesjährige Games Convention (nicht zu verwechseln mit der Kopie in Köln) ist überraschend eine Pflichtveranstaltung für mich geworden. Warum, kann ich erst nach der Messe posten
.
UPDATE vom 04.03.2010:
Mittlerweile steht für mich ausreichend rechtssicher fest, daß das Neteller- Konto von Dynamicdrive in Deutschland beworben werden darf. Mit Erwähnung der MasterCard als optionale Zusatzleistung, welche ausschließlich mit dem Neteller- Konto zusammenarbeitet.
Übrigens zahlt Neteller auch keinerlei Provision für die Bestellung der Prepaid- Kreditkarte, sondern lediglich für die Bestellung des Kontos und dessen aktiver Nutzung. Wenn jemand irgendwann später zum Konto die MasterCard dazubestellt, sehen wir dafür also keinen Cent.
Wir testen den Vertrieb des Neteller- Kontos demnächst auf einer unserer Seiten an.
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1.
udo | 02.März 2010 um 09:34Uhr
Na gut. Dann ist ja noch etwas Zeit. Und ich kann mal wieder vom Thema abweichen:
Zwischenstandsbericht zu der DAX-Wette von Olaf, Sebastian und Udo fuer die Monate 01/02/0010
Mit 5.650 Punkten notiert der DAX Ende Februar exakt beim Punktestand von September 2009, also zum Punktestand von vor 5 bis
6 Monaten. Eine Investition in Aktiengesellschaften aus dem DAX war damit in dieser Zeit ein Nullsummenspiel. Seit seinem
Jahreshoch von 6.094 Punkten verbucht der DAX ein Minus von ueber 7%.
Man beachte: Minus ist an der Boerse nicht gleich Plus. Um wieviel Prozent muesste der DAX also wieder steigen – damit die
sieben Prozent Verlust wieder glattgestellt wuerden?
Gutes Geld war in dieser Zeit mit dem DAX nur unter Ausnutzung der jeweiligen Tageskursschwankungen, also mit Daytrading zu
verdienen.
Ich persoenlich haette nichts dagegen – wenn der DAX mal wieder voellig in den Keller rauschen wuerde. Mit einem
ausgepraegten Trend auf Short oder Put ist einiges leichter. Da kann man auch mal ueber Nacht was stehen lassen.
Die Anleger misstrauen dem Gesamtmarkt. Die Wirtschaftspolitik ist weiterhin das beherrschende Boersenthema. Nur besonders
gute Aussichten einzelner Aktiengesellschaften koennen sich gegen den Verkaufsdruck des Gesamtmarktes behaupten.
So wie es aussieht – ist im Moment aber noch zuviel billiges Geld von den Notenbanken im Markt. Die Kurse werden von den
grossen Market-Makern manipuliert und kuenstlich hoch gehalten.
Aber es ist nur eine Frage der Zeit – wann das Grosskapital mal wieder das Pferdchen wechselt. Es gibt da nur drei grosse Hauptlinien…
Im Prinzip ist nicht nur Griechenland – sondern sind auch Laender wie die BRD, USA usw. bereits uneinholbar ueberschuldet.
Durch die nicht mehr bezahlbaren Schuldenberge ist der finanzielle Spielraum von Bund, Laender und Gemeinden so eng, dass
eine Entspannung der Maerkte nicht abzusehen ist. Das gilt für Deutschland, europaweit aber z.B. auch für de USA.
Seitens der Politik wird es also weiterhin überwiegend negative Nachrichten fuer den DAX geben.
Wie wirds also weitergehen mit unserem schoenen DAX und unserer kleinen Online-Wette?
Tja- wenn man das wuesste ohne ein Prophet zu sein…
2.
udo | 03.März 2010 um 01:08Uhr
Olaf ist scheinbar immer noch schwer am verhandeln. Da weiche ich noch mal vom Kreditkarten und Veranstaltungsthema ab
- und erzaehle noch ein bisschen Boersenkram.
Warren Buffett ist der derzeit zweitreichste Mann der Welt. Das geht aus der aktuellen Liste des US-Magazins “Forbes” hervor. Auf
Platz eins ist jetzt wieder der Microsoft Gründer Bill Gates. Im Jahr 2008 hatte es Warren Buffett sogar kurzzeitig mal auf Platz
eins geschafft.
Das gute Ergebnis für 2009 basierte jedoch auf einen Einbruch im Jahr 2008. Im Jahr 2008 stuerzte sein Vermoegen von 65
Milliarden USD auf 40 Milliarden USD regelrecht ab. Warren Buffett kommentierte das seinerzeit gelassen als normalen Verlauf an der Boerse. Verluste gehoerten nun mal als Selbstverstaendlichkeit dazu, so seine Aussage.
Na ja. Die schlappen 25 Milliarden
haette er aber ruhig lieber Olaf und mir geben koennen…
Die für 2009 verbuchten Gewinne sind dann auf den ersten Blick beeindruckend. Aber in der Bilanz der Jahre 2008 und 2009 bleibt
“unterm Strich” ein dickes Minus.
So liegt auch der Kurs der Warren Buffett-Aktie, Berkshire Hathaway, jetzt noch rund 15% unter dem Kurs von Ende 2007 – und
das trotz der Kursgewinne von rund 25% alleine im laufenden Jahr 2010.
Wenn also Amigo MyBasti in seinem Blog mal wieder was von seinen tollen Value-Aktien-Langfristanlagen-Ergebnissen für 2009
erzählt, sollte man ihn doch einfach mal nach seiner Bilanz für 2008 fragen…
Ich lese gerade auch ein paar gute Ratschlaege fuer 2010 von einem anderen Boersen-Supermann:
1. Bereinigen Sie Ihr Depot von faulen Aktien und von faulen Anleihen
2. Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb
3. Geben Sie sich nicht mit Renditen unter der Inflationsrate zufrieden
4. Bleiben Sie misstrauisch bei märchenhaften Zins- oder Renditeversprechen
5. Und: Setzen Sie auf solide Sachwerte wie Immobilien, Value-Aktien und Edelmetalle
Na gut. So hat Jeder seins: Basti setzt auf Value-Aktien wie Amazon. Olaf lieber auf Gold. Und ich eher u.a. auf solide
Immoblien.
Der Boersenhandel ist dabei eigentlich nur Mittel zum Zweck. Mann sollte auch die MOEGLICHERWEISE – ich schaetze
mal – ab Mitte des Jahres einsetzende Hyper-Inflation nicht ganz vergessen. Das Schwert schwebt wirklich ueber JEDEN von uns.
Dann kann im Fall der Faelle – wieder mal der brave Buerger ausbaden – was unsere Super-Politiker und Bank-Manager so alles verzapft haben.
Wenn man das genau wuesste mit der kommenden Hyper-Inflation – wuerde ich mir noch schnell ein paar Dutzend von Olafs
Kreditkarten besorgen.
Und damit ein neues Stueck Land koofen und Kartoffeln oder Hopi-Indianer-Avocados anbauen lassen. Die schmecken dann irgendwann bestimmt immer noch besser als Geldscheine oder Goldbarren…
Aber vielleicht hat ja auch (Internet)-Wirtschafts-Vordenker Sebastian recht – und alles kommt wieder in den gruenen Bereich.
Also ohne Knete – keene Fete…