geschrieben am 15. März 2010 von Olaf Kerner

Ich bestelle rein dienstlich ab und zu Finanzprodukte. Zum Beispiel aus dem Grund, um zu schauen, wie die Bestellprozesse der Produkte der Kollegen ablaufen
.
Beispielsweise hatte ich vor ein paar Tagen geprüft, ob wir die Neteller- MasterCard mit auf unsere Verkaufsseiten aufnehmen sollten.
In diesem Zusammenhang hatte ich mir selber einen kostenlosen Neteller- Account bestellt. Sehr interessant war für mich die von Neteller durchgeführte Form der (3- stufigen) Identitätsprüfung:
-Überweisung von ein paar Cent auf mein Konto, und Eingabe des Betrages im Neteller- Kundenbereich
-Rückruf einer Neteller- Mitarbeiterin zur persönlichen Kontaktaufnahme
-Schufa- Auskunft zur Überprüfung der von mir angegebenen Adresse

Mit der 3- stufigen Identitätsfeststellung hat sich Neteller das z.B. von uns bei der Global MasterCard benutzte PostIdent- Verfahren erspart. Und der Interessent an einem Neteller- Account muß seine Wohnung zum Beantragen des Produktes nicht verlassen.
Ich werde mal nachrechnen, ob das von Neteller genutzte Verfahren gegenüber PostIdent preiswerter ist. Falls ja, steigen wir beim nächsten Finanzprodukt darauf um
.
Artikel gespeichert unter: Suchmaschinenmarketing

1.
Hans | 15.März 2010 um 15:37Uhr
Entspricht das Verfahren denn den gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen zur Eröffnung eines Girokontos oder ist das nur bei Kreditkarten machbar?
2.
Olaf Kerner | 15.März 2010 um 15:45Uhr
Neteller IST EIN KONTO, und zunächst mal keine Kreditkarte. Die Kreditkarte auf Guthabenbasis KANN zum Konto OPTIONAL dazubestellt werden. Muss aber nicht.
Also auch ohne Kreditkarte verlangt Neteller die gepostete Form der Identitätsfeststellung.
In Deutschland hat das noch keine Bank so gemacht.
3.
Hans | 15.März 2010 um 15:56Uhr
Erhält man beim Konto auch eine ordentliche Bankverbindung oder ist das nur ein Onlinekonto bei PayPal etc.?
4.
Der Stern | 15.März 2010 um 18:03Uhr
“-Rückruf einer Neteller- Mitarbeiterin zur persönlichen Kontaktaufnahme”
Können leider kein Deutsch und ich nicht gut Englisch.
“-Schufa- Auskunft zur Überprüfung der von mir angegebenen Adresse”
Ja. Kann ich bestätigen.
5.
udo | 16.März 2010 um 01:27Uhr
“Dienstlich” – hoert sich irgendwie richtig nett an, Olaf.
Vielleicht laesst sich die Gleichung – Verdienen kommt von Dienen –
auch auf verschiedene Branchen anwenden.
Bei knallharten Boersen-Geschaeften gilt aber wohl eher: “Friss – oder stirb”.Wer vor 10 Jahren sein Geld in den deutschen
DAX Index gesteckt hat – ist zur Zeit immer noch mit ueber 25 Prozent in der Verlustzone..
Bei einigen ausgesuchten Qualitaets-Aktien waren aber Gewinne moeglich. Da hat MyBasti mit seiner ueberholten
Buy-and-Hold-Strategie in Einzelfaellen sogar auch mal recht.
Vor zehn Jahren war auch der “NEUE MARKT” auf seinem Hoehepunkt. Bastis Freunde und Lebensvorbilder von den
herrschenden Boulevardmedien fuer die eher etwas Bloederen im Lande – hatten sich auf das Thema Aktien eingeschossen und der
Neue Markt brachte über laengere Zeit auch tatsaechlich Traumrenditen.
Bis der Traum vom dicken Geld dann praktisch und unglaublich schnell wie eine Seifenblase zerplatzte. Voll Manipuliert und kalkuliert von der aktuellen Hinter-Mafia im Spiel ums grosse Geld…
Am 10. März 2000 notierte der massgebliche Index des neuen Marktes, der Nemax 50, bei 9.665 Punkte auf seinem absoluten
Hoechststand.
( Vielleicht erklaert dies bei Basti – als unverbesserlicher dotcom-Nostalgiker- seinen Hang zu Grossem und Hoeherem in
Form von utopischen 10-Tausender Marken in unseren aktuellen DAX-Wetten…
Wie irrsiinnig tief der Absturz war, zeigt sicch in der Kursentwicklung des Nemax 50. Am letzten offiziellen Handelstag des Index notierte er nur noch bei 351 Punkten.
Von seinem Hoch hatte der Index der 50 groessten Werte des Neuen Marktes 96,3% an Wert verloren.
Bilanz-Faelschungen und Betruegereien besonders von Internet-Gangster-Aktien-Firmen waren an der Tagesordnung.
Bis heute konnte der riesige Vertrauensverlust in das Produkt Aktie bei der Mehrzahl der Privat-Anleger noch nicht wieder hergestellt werden. Toll – Dein ganzer Internet und Dotcom-Scheiss , was Basti?
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Nach dem Total-Zusammenbruch des Neuen Marktes ging es fuer etliche Firmen-AGs im Nachfolger-Index – dem TecDax weiter.
Und wer da ein bisschen mitgedacht und aufgepasst hat – kann sich heute nicht nur riesig freuen – sondern hat auch noch einen schoenen Batzen Geld mehr zur seiner aktuellen Verfuegung.
Mit einem Gewinn von ueber 1.500 % in den letzten 52 Wochen führt zum Beispiel Dialog Semiconductor die Performanceliste im TecDax
an. Doch es gibt einen wichtigen Unterschied weil dieses Mal anscheinend nicht Betrug und Medienmanipulation dahinter stehen –
sondern eben harte und solide wirtschaftliche Wachstums-Fakten.
Das sollte jetzt aber keineswegs eine Kaufempfehlung darstellen – sondern nur ein Beispiel wie sich aus einem Riesen-Misthaufen und Total-Verlust-Falle wie dem Neuen Markt heraus – am Ende doch noch was Gutes entwickeln kann…
P.S. >In Deutschland hat das noch keine Bank so gemacht.<
Vielleicht hatten die keine Zeit – weil sie mit der ueblichen Manipulation ihrer tollen Certifikate und Options-Scheine – bitte nicht zu verwechseln mit ECHTEN Options-Handel – schon genug zu tun haben …
6.
udo | 16.März 2010 um 03:35Uhr
P.S.P.S.
> Neteller IST EIN KONTO, und zunächst mal keine Kreditkarte. Die Kreditkarte auf Guthabenbasis KANN zum Konto OPTIONAL dazubestellt werden. Muss aber nicht.<
Ich kenne mich mit Kreditkarten nicht so gut aus. Weil ich die ganz einfach irgendwo rummflattern habe – ohne da gross drueber nachzudenken. Und zwar ECHTE Kreditkarten.
Wo ist denn eine angebliche "Kreditkarte" auf Guthabenbasis noch eine Kreditkarte?
Irgendwie suche ich da die Logic…
In Wirklichkeit ist es doch wohl eher so – dass der Kunde mit seiner Einzahlung der betreffenden Bank oder "Kreditkartenfirma" – selbst einen Kredit gibt. Und nicht umgekehrt…
Gibt es auf das eingezahlte und der Bank geliehene "Kreditkarten" – Guthaben ordentliche Zinsen?
Wenn ja – wie viele?
In welcher Form gibt es eine amtliche Sicherheit fuer die eingezahlten "Kreditkarten" – Guthaben-Gelder fuer den Kunden?
Was sind das ueberhaupt fuer Internet-Firmen – welche vom Kunden blindes Vertrauen und alle moeglichen persoenliche Daten haben wollen – aber selbst am Telefon noch nicht einmal richtig deutsch sprechen koennen?
Irgendwelche Firmen mit den modernen Galeeren-Sklaven der Neuzeit in Form von irgendwelchen Telefonverkauefern aus Sued-Amerika gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer…
Firmensitz von dem Laden evtl. auf den Aligator-Islands? … etc…
Also Olaf. Wenn ich in diesem Business taetig waere – wuerde ich dies alles und noch viel mehr – im Interesse einer zufriedenen Kundschaft aber sehr, sehr genau und vorher ueberpruefen…
7.
udo | 18.März 2010 um 03:50Uhr
Hey Olaf – was ist los? Ich vermisse Deine fast taeglichen unternehmerischen Einsichten und Ansichten. Finde ich als
Vollblut-Unternehmer in ganz anderen Bereichen voll gut..
Ich bin im Internet auch nicht so viel auf “Ost”-Seiten unterwegs.
Der ganze MyBasti- Kram und seine ganzen Lady-Gagavollgaga- Internet-Kindergartenwelt-Ansichten und die Welt-
Ansichten seiner Micky-Maus-Fans plus seiner staendigen Internet-Zensur-Manier bei dem kleinsten wahren Wort – welches
nicht in sein eigenes rechtgedrehtes kleines unterbelichtetes Meinungs-Sprektrum passt – ist mir auf Dauer doch etwas zu
gehirn-amputiert.
Ausserdem wuesste ich im Moment nicht – was ich da marketing-maessig noch lernen koennte.
Ausser Bastis beruehmten – angekuendigten – aber leider nie erreichten “Cash-Flow-Positiv” – und anderen Banalitaeten aus dem alleruntersten Keller-Stockwerk aus der Tiefgarage von BILD.de …
Aber immerhin hat er ja mal ein im Sommer voll ueberheiztes direkt untern-Dach-Internet- Office im Berliner Billig-Miete-Bezirk Potsdam-Babelsberg GEHABT.
Nun ja. Der beruehmte
“MyBasti” – “Internet-Unternehmer”- Cash-Flow-Positiv” Effekt eben…
Also- wegen mir brauchst Du die ganzen zuletzt empfohlenden Klimmzuege auch nicht zu machen. Ich bin noch nicht einmal
Dein moeglicher Kunde im Internet.
Aber ueberleg mal selbst. Bisher hast Du Deine Sache in Deinem Business-Bereich – und
soweit ich dass ueberhaupt beurteilen kann – eigentlich ganz gut gemacht. So wie ich das sehe – hast Du es sogar durch Deine
Art gebracht eine Menge Kunden-Vertrauen aufzubauen. Dies schaftt gerade im Netz bestimmt nicht Jeder..
Es ist ab einem gewissen Level auch vielleicht normal. Ein Jumbo-Jet-Pilot fragt die Mitreisenden auch nicht jedes Mal vorher
nach Ihrem technischen Verstaendniss – sondern startet ganz einfach die Maschinen durch.
Aber- was ist- wenn das Teil mal abstuerzen sollte?
Gerade im Finanz-Sektor ist dies bereits morgen schon wesentlich wahrscheinlicher – als nur Heute…
Bin jetzt mal gespannt – was Du da mit diesem “neuen” Anbieter im Markt machen wirst.
P.S. Faellt mir gerade wie Schuppen aus den Haaren, Olaf. So neu – wie Du dieses neue Identifikations-System ohne Laufereien ausser Haus erklaert hast -ist es nicht.
Wenn ich mich nicht taeusche – benutzt Moneybookers oder wie die heissen – dieses Verfahren im Netz schon seit vielen
Jahren. Das System kommt aus dem vereingten Koenigreich – wahrscheinlich Finanz-High-Metropole London.
Moeglicherweise erklaert dies – bei den von Dir bewunderten Einfach-Machern- Einbrechern im deutschen Kredit-Karten-Markt – dass die im Moment noch am Telefon die Weltsprache English reden …