geschrieben am 26. Januar 2012 von Olaf Kerner
Meine ersten Versuche als Affiliate hatte ich mit Mobilfunkverträgen gemacht. Ich hatte sehr schnell, ganz ohne Trafficeinkauf über Adwords etc., monatlich 20 O2- Verträge vermittelt. Nach dem Aufkommen der Layer/ IFRAME- Cookiespammer waren die Mobilfunk- Sales eingebrochen, so daß ich alle Handy- landing pages verkauft hatte.
Dynamicdrive bewirbt seit 2004 Girokonten, Kredikarten, Kredite und Tagesgeld. Der einfache Grund für die Fokussierung auf diese Produkte war damals außer persönlichem Interesse der relativ hohe CPO/ die relativ hohe Provision pro Sale
. Dass der Sale dafür sehr schwer zu erzielen ist, ist eine andere Sache. Andere Kollegen haben schon damals auf Nischen gesetzt (wie z.B. “Eselsmilchbad” und “lose Wurst” *gg*) und sind damit wahrscheinlich erfolgreicher als ich.
Wenn ich mir so anschaue, welchen Umsatzanteil die einzelnen Produktgruppen hatten und haben, fällt mir eines auf:
Bis ca. 2009 hatten 2 Girokonten von 2 Banken mit Abstand die größten Umsatzanteile. Derzeit erreichen alle Girokonten zusammen vielleicht noch 20% unserer Umsätze. Der Gesamtumsatz meiner Firma ist seit 2009 ungefähr konstant geblieben.
Woran liegt es nun, daß der Umsatzanteil bei Girokonten regelrecht eingebrochen ist?
Zum einen ist der Einbruch durch die Anbieter verursacht: Anbieter A hat die Provision auf 50% des vorherigen Wertes gekürzt, und Anbieter B hat sein Produkt ca. 2008 extrem verkompliziert. Beides führt zu weniger Bestellungen (bei Anbieter A wegen der Neubelegung der bisher von Anbieter A belegten Werbeflächen mit anderen Produkten).
Zum anderen ist folgende Tendenz überdeutlich: Mit “kostenloses Girokonto” kann ich abgesehen vom sehr guten Konto von Anbieter A keine Onlinekonto- Neukunde mehr anlocken. Jeder Interessent (abgesehen von kürzlich Volljährigen) verfügt bereits über ein “kostenloses Girokonto”. Der Weg geht nicht mehr vom Filialbankkonto zum Onlinekonto, sondern höchstens noch von Onlinekonto- Anbieter X zu Anbieter Y.
Und: Der Sale geht weg von Adwords und Affiliate- Seiten zu den großen Vergleichsseiten. Ich wecke zwar das Kundeninteresse zuerst mit einer Anzeige oder product placement auf einer landing page, aber den last Cookie= Sale macht die Vergleichsseite, und ich schaue zunehmend in die Röhre.
Erkenntnis aus meiner Sicht: Mit der Vermittlung von Girokonten ist für kleinere Affiliates und auch alleine mit Adwords in Zukunft aus den oben genannten Gründen nichts mehr zu reißen. Für den Merchant ist mit Markenbildung und SMM noch viel zu machen. Aber auch diese Sales sieht der Affiliate nicht, sondern der Merchant selber, oder die Vergleichsseiten.
Dynamicdrive muß zusehen, wie der Umsatzverlust durch die geringeren Girokonto- Sales- Zahlen kompensiert werden kann. Wir sind auf dem besten Weg dorthin
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Artikel gespeichert unter: Suchmaschinenmarketing

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Ihr Kommentar1.
Tjark | 26.Januar 2012 um 21:33Uhr
Kleine Korrektur. Nicht Eselsmilch, sondern Kamelmilch und Stutenmilch rocken richtig. Da kann man sich als Affiliate dumm und dämlich verdienen.
2.
Olaf Kerner | 26.Januar 2012 um 21:47Uhr
Und die am Kauf interessierten Damen dürfen bei Dir in der Badewanne Probe liegen…
BTW:
Zur Zeit verdienen sich einige in der Nische “elektrische Zigaretten” dumm und dämlich. Die importieren das Zeug für 1€ aus China, und verkaufen es für 20€ weiter. Und sie verdienen am Verbrauchsmaterial (zu verdampfende Flüssigkeit).
Hier meine Geschäftsidee:
-Marke für Elektrozigaretten ausdenken (z.B. “Stinki”)
-China- Kram importieren
-überall Aufkleber “Stinki” draufpappen
-dann alles im “Stinki”- Onlineshop verkaufen
-am Kontostand erfreuen
3.
Tjark | 26.Januar 2012 um 22:40Uhr
Gute Idee !
Nur: >>China- Kram importieren
Meist minderwertig = keine Stammkunden
4.
Olaf Kerner | 27.Januar 2012 um 06:12Uhr
Das Apple- Zeug kommt auch direkt aus China, und trotzdem kaufen das viele Leute…
Was ich sagen wollte, ist auch:
Die eigene Marke branden, ist für Affiliates meist besser, als Banner ohne TKP- Preis für fremde Marken zu schalten…
Ich kenne mehr als einen, der eigene Marken brandet. Wichtig ist: Die Leute bestellen dann auch bei den Affiliates nach (Folgegeschäft), wodurch erst gut verdint wird.
Das ganze ist aber nichts für Kinderzimmer- Affiliates. Büro und Lagerraum brauchst Du dann schon. Einfach Contentseiten mit Adsense drauf sind da einfacher zu handeln.
Für mich selber ist es sehr aufwendig, im Finanzbereich komplett eigene Produkte (z.B. Kreditkarten) herauszugeben. Aber so mancher Affiliate ist diesen Weg gegangen (meist mit e-money- Zulassung in einem EU- Land).
5.
Tjark | 27.Januar 2012 um 19:29Uhr
>>Finanzbereich komplett eigene Produkte
Och:
- Geldbörsen
- Sparschweine …
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