geschrieben am 04. August 2009 von Olaf Kerner
Im Juni 2009 hatte ich die These aufgestellt, dass “der Erfolg von Gründern … umgekehrt proportional zu deren Teilnahme an Barcamps und Gründerwettbewerben” ist.
Aktuelles Beispiel für die Richtigkeit meiner These: Payango
Zur Erläuterung: Payango ist eine vergleichsweise preiswerte Prepaid- Kreditkarte mit recht guten Eigenschaften. Auch der Auftritt der Firma ist beeindruckend:
-Beim Gründerwettbewerb enable2start der Financial Times Deutschland stand Payango im Finale.
(Anm.: Die Geschäftsidee “Prepaid Kreditkarte in mehreren Motiven” ist aber eigentlich nicht mehr neu…)
-”Payango verschönert Kreditkarten” meinte Deutsche- Startups.de noch am 23.07.2009.
-Der “Head of Business Development” und der Geschäftsführer von Payango haben Betriebswirtschaftslehre studiert.
Trotz der ganzen schönen Dinge ist die Internetseite payango.de seit Tagen tot…
Ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Aber offensichtlich rechnet es sich nicht, z.B. eine evtl. aufgetretene Störung schnell zu beheben.
Eine Analyse von mir hat ergeben:
Das Payango- Team hat betriebswirtschaftliche Fehler gemacht. Die Grundrechenarten wurden nicht beachtet.
Das Beschäftigen von Payango mit Deutsche-Startups.de (z.B. durch Einreichen einer Artikelvorlage) war aus meiner Sicht völlig sinnlos für Payango (vom Backlink mal abgesehen).
Warum das Einreichen eines Artikels, Interviews etc. bei deutsche-startups.de nach meiner Meinung diesem Startup absolut nichts bringt, erzähle ich hier aber nicht
. Wenn jemand die Antwort als Kommentar postet, gebe ich sie natürlich frei.
geschrieben am 25. Juli 2009 von Olaf Kerner
Wie schon gepostet, macht uns derzeit die Finanzkrise zu schaffen:
Das Vertrauen in die Onlinebanken ist (völlig unbegründet, wegen Einlagensicherung) dahin, so dass viel weniger Personen ihr Konto zu einer Onlinebank transferieren möchten. Und die Kreditbanken haben ihre Kriterien für die Kreditvergabe leicht verschärft, so dass wir trotz ungebrochen starkem Andrang weniger Kreditvolumen vermitteln. Wir werden in Deutschland ausschließlich in % vom vermittelten Kreditvolumen bezahlt.
Zusätzlich zur geringen Anzahl der Interessenten für ein Girokonto haben die Onlinebanken die Vergabekriterien für die Girokonten zum Teil drastisch verschärft.
Interessenten für ein DKB- Cash- Konto konnten wir 2008 an unserer 0800- Beratungshotline sagen: “Wenn Ihr Antrag online genehmigt wird, UND wenn Ihre Schufa- Auskunft sauber ist, dann wird Ihr eingereichter Antrag zu fast 100% genehmigt!”.
Das hat sich 2009 drastisch geändert. In Zahlen:
Bis 2008 kamen auf 100 genehmigte eingereichte Anträge ca. 15 manuell abgelehnte Anträge (bei insgesamt 115 eingereichten Anträgen). 2009 kommen auf 100 genehmigte Anträge 90 abgelehnte Anträge (bei logischerweise 190 eingereichten Anträgen).
Die relative Konversionsrate Sale/ Seitenbesucher sank also auf den Faktor 0,6 im Vergleich zum Vorjahr (1,0).
Das Gehalt der Mitarbeiter kann ich nicht so einfach entsprechend des neuen Umsatzes auf 0,6x des Gehaltes von 2008 senken. Zum einen, weil es arbeitsrechtlich nicht geht, und zum anderen, weil mir dann die Mitarbeiter in Richtung Sebastian zum Wannsee, oder in Richtung Udo auf die Kanarischen Inseln davonlaufen
.
Also werde ich mir wohl etwas anderes einfallen lassen müssen. Ob z.B. die Telefonkonferenz im Saunakilt irgendwann Gewinne in unsere Kasse spült, wird sich kommende Woche zeigen. Dann entscheidet der Interessent, ob wir die Kampagne durchführen. Das ist längst nicht sicher, weil ich die Kampagne nicht 100% so wie gewünscht durchführen werde, und das dem Interessent auch mitgeteilt habe. So nötig, dass wir jeden Auftrag zu jeden Randbedingungen annehmen, haben wir es nun wieder auch nicht
.
geschrieben am 23. Juli 2009 von Olaf Kerner
Wie der eine oder andere Blogleser bestimmt bemerkt hat, haben wir zusammen mit der Schwäbischen Bank eine Prepaid- Kreditkarte (Global MasterCard) in 3 Ausführungen entwickelt:
-Typ Starter: Zum Bezahlen
-Typ Traveller: Zum Bezahlen und Geld Abheben
-Premium: Zum Bezahlen, Geld abheben und Überweisen.
Während der Typ “Premium” wegen des enthaltenen einfachen Girokontos bei der schufafreien Zielgruppe recht gut ankommt (und vergleichsweise preiswert bei hoher Service- Qualität ist), kommen zur Starter/ Traveller- Version oft Fragen wegen der erheblichen Grundgebühr von 38€ bzw. 55€. Uns wird dann gesagt, dass andere Prepaid- Karten billiger sind. Natürlich wird übersehen, dass die anderen Karten ihr Geld woanders reinholen. Bei den Global MasterCards z.B. gibt es keinerlei Auslandsaufschlag (woanders meist 1-2%).
Denjenigen, welchen es bei einer Prepaid Kreditkarte besonders auf eine niedrige Grundgebühr ankommt, werden wir bald helfen können
.
Eine demnächst neu ins Vertriebsprogramm aufgenommene Karte wird trotz Anbindung an ATM (PIN für Geldautomat) wesentlich weniger Grundgebühr als z.B. unsere Global MasterCard Starter (ohne PIN) oder z.B. die LBB VISA Prepaid (mit PIN) kosten. Die Grundgebühr wird auch geringer als bei der bezüglich der Grundgebühr preiswerten Payango- Karte sein
.
Wer mit der neuen Karte in Euro bezahlt, bezahlt kostenlos. Bei Fremdwährungen kommt ein Auslandsaufschlag hinzu.
jetzt kommentieren?geschrieben am 16. März 2009 von Olaf Kerner
Vor ein paar Wochen hatte ich traurig gepostet, dass das Partnerprogramm der Karstadt MasterCard bei Zanox eingestellt wurde.
Trotz vergleichsweise geringer Vergütung hatten wir diese sehr bekannte deutsche Kreditkarte auf allen unserer Kreditkartenseiten mit beworben, und monatlich ca. 400-600 Online- Anträge generiert.
Seit heute steht fest: Die Karstadt MasterCard kommt in den nächsten Tagen zurück zu Dynamicdrive
. Mit neuem Design, und in Begleitung der KaDeWe Solitaire MasterCard:

In den nächsten Tagen werden unsere Werbemittel für beide Karten flächendeckend im Internet zu sehen sein. Falls es 2009 wieder einen Affiliate- Wettbewerb von Karstadt gibt, dann möchten wir diesen nämlich genau wie 2008 wieder gewinnen
.
geschrieben am 04. Februar 2009 von Olaf Kerner
Vor einiger Zeit hatte ich hier gepostet, dass Google unsere landing page www.kostenlose-kreditkarte.de nicht mehr lieb hat : Die Seite wurde für viele Keywords bei den Google- Suchergebnissen von Platz 1-5 weit nach hinten durchgereicht.
Im November 2008 sah die Google- Position am Beispiel der Keywordkombi “kostenlose Kreditkarte” so aus:

Trotz hoch relevantem Inhalt hatte uns Google am 04.11.2008 von der ersten Seite der Suchergebnisse für “kostenlose Kreditkarte” hinwegkatapultiert.
Im Februar 2009 sieht die Grafik bisher so aus:

Ab 03.02.2009 (also gestern) stehen wir wieder auf Platz 1. Wie lange, wird sich zeigen.
Und nun die Preisfrage : Warum war die Seite weg und ist jetzt wieder da?
(1 Flasche Champagner für die erste richtige Antwort. Oder lieber doch nicht: Jeder Cuttlet (Fan von Matt Cutts) weiß die Antwort im Schlaf)
Antwort: Maschinell vergebene und aufgehobene Seite 3- Penalty von Google. Indizien dafür sind:
-Das Suchergebnis war im “bestraften” Zeitraum nie besser als Position 30.
-Diese Bestrafungen von Google sind 3 oder 6 Monate wirksam. Unsere Seite war exakt 3 Monate bestraft.
Warum hat Google die Seite bestraft?
Möglicherweise ist Google sauer aufgestoßen, dass die Seite kein suchmaschinenoptimiertes Content- Monster ist, sondern einfach nur aus einer html- Seite mit einer Tabelle mit kostenlosen Kreditkarten besteht. Einfach Informationen ohne Schnörkel.
Das unterscheidet diese Informationsseite von Seiten meiner Kollegen, welche um Vergleichstabellen oft zusätzlich ganze Portale mit Content basteln, damit der Google- Bot etwas schönes zu fressen hat. Und das wird auch so bleiben.
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